Ich recherchiere gerade zum Thema „Existenzgründung“. Nicht, weil ich mich selbstständig machen möchte – ich schreibe nur darüber
Bei der Recherche stößt man unweigerlich auf die Publikationsreihe „GründerZeiten“ des Bundeswirtschaftsministeriums. Ausgabe 2 beschäftigt sich mit dem Thema „Existenzgründungen durch Frauen“. Unter der Überschrift „Haushalt und Selbständigkeit koordinieren“ erhalten die Gründerinnen den ultimativen Tipp
Lernen Sie Ihre Familie für alle Aufgaben im Haushalt an, z. B. Waschmaschinen-Bedienung, Staubsaugertüten wechseln, Gebrauch der Putzmittel usw.
Äh, ja. In welchem Jahrhundert leben wir doch gleich?
„Nein Schatz, da steht „WC-Reiniger“ auf der Flasche, damit solltest Du besser nicht das Fläschchen für Klein-Rotznase putzen.“
Tonari hat ein Mauerfall-Stöckchen kreiert. An den 9. November 1989 kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Aber natürlich an die Mauer an sich. Passenderweise war ich kürzlich im Museum in einer Fotoausstellung von Robert Häusser. Titel „Die Berliner Mauer“. Nach dem Museumsbesuch habe ich diesen Artikel vorbereitet, der – wie praktisch – zum Stöckchen passt
Die Ausstellung zeigt vierundzwanzig großformatige Schwarz-Weiß-Bilder. Den Bildern werden denkwürdige Zitate bekannter Politiker und Künstler gegenübergestellt, u. a. von John F. Kennedy, Willy Brandt, Ronald Reagan, Franz Josef Strauß, Martin Luther King, Richard von Weizsäcker und Mstislaw Rostropowitsch. (Quelle: Reiss-Engelhorn-Museum Mannheim, ISBN des Buchs zur Ausstellung: 978-3-89466-305-6 – kann man hier kaufen)
Ich bin zunächst allein in der Ausstellung. Dann betritt ein Paar den Raum, das sich laut unterhält. Ich finde das irgendwie unpassend und setze mich auf die Bank, um abzuwarten, bis die beiden wieder gehen. Während ich so sitze und ein paar der Bilder betrachte, überlege ich, wie ich die Mauer erlebt habe.
Da diese Überlegungen einiges an Platz beanspruchen, gibt es sie hier als pdf. Wie bei jedem post gilt auch hier: Ich freue mich über Kommentare! Aber bitte denkt daran, dass die folgenden Ausführungen subjektiv sind. Ich will keine Diskussionen über Krippenplätze, Mietpreise und Arbeitslosigkeit. Zu diesen Themen habe ich natürlich auch eine eigene Meinung. Aber die diskutiere ich hier nicht.
(Uups – Fehlerteufel im pdf: „auf dem Weg zum Flughafen nach Mariendorf“ ist natürlich Quatsch. Es muss heißen „auf dem Weg vom Flughafen nach Mariendorf“. Ich korrigiere das noch…!)
Gestern Abend ließ ich nach den heute-Nachrichten die Glotze noch kurz an, um mich über die Wahlen in Sachsen, Thüringen und dem Saarland informieren zu lassen. Natürlich gab es wieder die unvermeidlichen Zaungäste am Studiofenster. Heutzutage mit Handy am Ohr, um Mama, Tante Erna und Onkel Walter zu sagen: „Du, schalt mal schnell von RTL2 zum ZDF, ich bin nämlich im Fernsehen.“ Und zehn Sekunden später winken sie Mama, Tante Erna und Onkel Walter zu, denn bis dahin haben selbige bestimmt die Fernbedienung gefunden und in das lange vernachlässigte öffentlich-rechtlich Programm geschaltet.
Gestern Abend dachte ich mir: Das kann man doch steigern?! Da ich selber für solche Aktionen zu feige bin viel zu weit weg wohne vom Fernsehstudio, verschenke ich hiermit folgende Idee (geht leider nur für Frauen): Bei der nächsten Wahlberichterstattung geht ihr ans Studiofenster, hebt Euer T-Shirt und presst Eure Daskönntihreuchjetztgradselberdenken an die Scheibe. Ihr dürft auch vorher eine Papiertüte über Euren Kopf ziehen, wenn Ihr anonym bleiben möchtet.
Ich werde also am 27. September aufmerksam der Wahlberichterstattung folgen und bin gespannt, was passiert…
Offenbar habe nicht nur ich eine gewisse Affinität zu Kühlschrankbildern entwickelt:
Du bist, was du isst
Die Inneneinrichtung eines Kühlschranks verrät viel über seinen Besitzer. Der Fotograf Mark Menjivar hat einige Türen geöffnet – und Erstaunliches entdeckt.
…Las und sah ich in der ZEIT. Menjivar hat Kühlschrankinhalte in den USA fotografiert. Und, ganz ehrlich: Das sieht man
Am 8.8. war ich zum ersten Mal bei den Bregenzer Festspielen auf der Seebühne. Dieses Jahr wird Aida aufgeführt. Hatte ich noch nie gesehen, darum fehlt mir der Vergleich (dies gleich vorweg). Die Handlung wurde auf 2 1/4 Stunden gekürzt, gespielt wird auf der Seebühne ohne Pause. Und ohne Dach, womit wir beim Thema wären
Wir waren bei mittelprächtigem, aber trockenem, Wetter losgefahren. Schon unterwegs erhielten wir die Nachricht, dass es am Bodensee regnet. Um genau zu sein: Es goss wie aus Kübeln. Was einen der Mitgereisten zu der Aussage veranlasste, wir könnten auch gleich im Hotel bleiben. Der hatte allerdings meinen Optimismus unterschätzt! Ich erklärte voller Überzeugung, dass es in einer Stunde aufhören würde zu regnen (was mir natürlich keiner glaubte). Naja, so ganz hat es nicht hingehauen, aber rechtzeitig vor Vorstellungsbeginn hörte der Regen auf.
Wir gingen also rauf auf die Tribüne und machten es uns bequem. Sitzkissen, Decke über die Lehne legen (sonst wird’s empfindlich kalt am Rücken), Regenjacke vorsichtshalber schon mal auf den Schoß. Ich hatte trotzdem nach zehn Minuten Rückenschmerzen, was mir noch nie passiert ist. Die Sitze sind leider gnadenlos unbequem… Egal. Die Seebühne ist ein tolles Erlebnis. Vom Bühnenbild habt Ihr vielleicht schon die blauen Füße gesehen. Das ist ein Teil der Freiheitsstatue (jaaa!), andere Teile davon liegen vor der Bühne im See herum. Das lässt ja schon mal auf Amerika-Kritik schließen oder zumindest darauf, dass die Politik der letzten Jahre thematisiert wird. Was das mit Ägypten und Äthiopien zu tun hat, hat sich mir leider nicht ganz erschlossen (ok, Unterdrückung, Feindschaft, Gewalt, blabla – aber da findet man ja bei jedem was…). Auf ein paar der Anspielungen hätte ich dann auch verzichten können. Dass die Sklaven schwarze Säcke über dem Kopf tragen, lässt sich ja noch begründen. Aber dass Amneris immer ein oder zwei Sklaven an der Hundeleine mit sich führt, ist ein bisschen zu sehr Abu Ghuraib. Und dass die gefangenen Äthiopier in orangenen Jacken im Guantanamo-Style rumlaufen: Kann man machen, muss man aber nicht.
(c) Bregenzer Festspiele
Nett war, wie der See in die Inszenierung mit einbezogen wurde. Die Sänger standen mindestens die Hälfte der Zeit im Wasser, Sklaven wurde in selbiges auch gerne mal reingeworfen, Amonasro versteckte sich im See und man sah nur noch den Kopf. Außerdem fuhren immer mal Schiffe, sogar der Elefant kam per Boot :-) Zwei Kräne hoben gelegentlich Teile der Freiheitsstatue hoch. Am Ende entschwebten auch Radames und Aida in einem Boot gen Himmel. Im Original werden sie eingemauert – und so ist es auch irritierend, wenn Radames singt, jetzt werde der Stein auf das Grab gelegt, und dabei im offenen Boot nach oben schwebt. Aber eine nette Idee.
Insgesamt war es also toll. Und der Regen fing auch erst im letzten Viertel der Vorstellung wieder an. Ganz leicht (und penetrant). Dank isolierter Picknickdecke über den Beinen, Regenjacke und Kapuze auf dem Kopf war das aber kein Problem.
Zvetelina Vassileva als Aida war super, ließ aber ganz am Ende etwas nach. Guang Yang als Amneris hielt bis zum Schluss durch, kam aber imho trotzdem nicht an Vassileva heran. Philip Webb als Radames überzeugte mich am Anfang nicht ganz, später aber umso mehr. Vittorio Vitellials als Amonasro hat mir gut gefallen.
…oder: Mein erstes Mal – Ich habe noch nie den Grand Prix d’Eurovision geschaut (oder Eurovision Song Contest auf Neu-Europäisch), aber seit etwa einer Stunde schaue ich bewusst Trash-TV und denke eigentlich die ganze Zeit: Das muss man live bloggen…
OK, kurzer Rückblick:
Thomas Anders, o weh.
Jeanette Biedermann steht undamenhaft breitbeinig auf der Bühne.
Ich nehme es Mark Medlock nicht ab, dass er Mamacitas Tochter haben möchte…
Paul Potts schaut, als hätte er Verstopfung.
Der Moskau-Moskau-Chor sieht aus wie ein Altherren-Shanty-Chor.
Wladimir Kaminer labert Mist.
Der Cirque du Soleil macht eine hammer-Intro-Show, warum fallen die Menschen nicht vor Begeisterung in Ohnmacht?
Kurzer sms-Austausch mit einer Freundin in Hamburg: Nein, sie ist nicht auf der Reeperbahn, sondern sitzt auf dem Sofa. Ob ich mir die Sendung im Fernsehen antue? – Ja, aber ich glaube, das geht nur mit viel Wodka. – Klingt nach einem Plan. Nastrovje.
Jetzt aber:
Litauen: Nun ja. Vergessen wir das einfach.
Israel: Wenn ich den Ton ausmache und nur die Kostüme anschaue, erwarte ich einen Gothic-Song. Naja, wahrscheinlich soll das Lied poko und so sein. Ist ja auch nett. Weltfrieden und so. Leider gefällt mir das Lied nicht.
Frankreich: Patricia Kaas hat (wie immer) eine Wahnsinns-Stimme. Von mir aus könnte man die Veranstaltung an dieser Stelle beenden und sie zur Siegerin erklären.
Schweden: Warum bekomme ich was von Opernstimme und so erzählt, dass ich den Ton leiser machen soll etc – und dann sowas? Bisschen schwach für eine Opernstimme, finde ich.
Kroatien: Krieg ich vor lauter Nachtrag-Bloggen gar nicht richtig mit.
Portugal: Nett. Klingt wenigstens mal nach dem Land, aus dem die Sänger kommen.
Island:Der Spieler ruft aus dem Nachbarzimmer: „Was ist denn das für ein Rumgeheule?“ Vielleicht sollten wir die Verbindungstür doch wieder einhängen.
Griechenland: Mann trägt bauchfrei, das T-Shirt zu weit aufgeknöpft und eine zu enge Hose. Ich gehe in die Küche und hole Rotwein.
Armenien: Bestes Kostüm, das Lied ist irgendwie austauschbar. Erinnert mich an das, was aus den aufgemotzten 3er BMWs in der Innenstadt rausdröhnt.
Russland: Hach ja. Ich finde ja, dass Russisch ganz wunderbar klingt. Wunderbar. Ach ja, sagt ich bereits. Aber Outfits habe ich schon bessere gesehen…
Aserbaidschan, oder wie auch immer man das auf Deutsch schreibt: Oh Gott, sind die bei DJ Bobo im Trainingscamp gewesen?!
Bosnien&Herzegowina: Klares Wasser, heißt der Titel, belehrt mich der Moderator. Das ist vodka, oder? Nastrovje. (Anders hält man diese Sendung auch echt nicht aus…)
- Es folgt ein Einspieler, bei dem ich noch nicht sicher bin, ob er witzig sein soll. Ich lerne: Ein russischer Soldat darf im Dienst nicht singen. Aber Schwule verhaften, das dürfen sie. Ausnahme: Kalinka. Ach wie lustig, es waren keine echten Soldaten, sondern Chormitglieder. Ich hoffe, echter, unzensierter russischer Humor ist besser! -
Moldawien: Ach, das ist doch ganz nett. Und die hüpfen so schön. (Das Erste behauptet, das Land hieße Moldau. Stimmt das?)
Malta: Schöne Stimme. Endlich mal ein Land, das nicht die Bewerberin mit dem niedrigsten BMI zum Wettbewerb schickt.
Estland: Bin ich besonders pingelig, oder sind wirklich (fast) alle Lieder austauschbar? Wenigstens trägt sie was Enges, Schwarzes (und wahrscheinlich auch Offenherziges, wenn der Kameramann seinen Job richtig machen würde…)
Dänemark: Ausnahmsweise hat der Moderator mal recht: gefälliger Pop. Leider nicht mehr. Das gehört jetzt zwar nicht wirklich hierher, aber ich rezitiere mal spontan ein dänisches Kinderlied, das ich im Dänisch-Unterricht gelernt habe:
In de fine hvide sand
side lille Hansemand.
Den er bar fra top til to
den har ingen bukser på.
Ok, genug. In Moskau gehts weiter.
Deutschland: Jaa, sowas hatte ich befürchtet. Deutschland kann Besseres; ich hoffe, die ganze Welt schaut in meinem Blog vorbei und liest das! Warum schickt man nicht einfach immer die Gewinner vom Bundesvision Songcontest hin? Das wäre Peter Fox gewesen…!!!
Türkei: Ist es Absicht, dass das Kostüm des Mannes nicht zu den Kostümen der Frauen passt? Und überhaupt, also – türkisch klingt diese Musik nicht. Da bin ich anderes gewohnt von den 3er-BMW-Fahrern *g*
Albanien: Carry me in your dreams? Yo, in my worst nightmares! Waren Spidermans Hosen nicht enger? Und rot oder blau (jedenfalls alles außer dem?!)
Norwegen: Ach ist der süß *dahinschmelz* Allerdings ein bisschen zu jung fürs Beuteschema. Welpenschutz und so. Trotzdem: Coole Mugge! Der darf gewinnen!
Ukraine: Äh, hm, was soll ich jetzt davon halten? Was haben die Römer mit der Ukraine zu tun? „You are ce ci bon“ – das ist mal echt völkerverbindend *g*
Rumänien: Ja, so in etwa hatte ich mir die Kostümchen des heutigen Abends vorgestellt. Aber es ist ja auch nach 22 Uhr jetzt, da geht das schon mal… Falls sich noch jemand für die Musik interessiert: Austauschbar, wie üblich.
Großbritannien: Och ja, singt ganz ordentlich, das Mädel. Braucht Andrew L-W Geld, oder warum lässt der sich auf sowas ein?
Finnland: Gott, wie peinlich. Der Typ geht ja mal gar nicht. Und DJ Bobo war wohl auch wieder beteiligt… Am besten mach ich den Ton aus und konzentriere mich auf die Feuershow…
Spanien: Zum Abschluss noch mal was Nettes. Gute Dramaturgie *g*
O je, die armen Kerle im All müssen auch Eurovision Song Contest gucken… Ich dachte, das Fernsehprogramm sei nur auf der Erde so schlecht…
Der russische Moderator fragt: „Wen sollen wir wählen?“ Tja, hm, weiß auch nicht. Was meint ihr?
- Meine Internetverbindung ist zu lahm, um den Countdown live zu bloggen. -
Also, diese Wasser-Show ist mit Abstand der seltsamste Auftritt des Abends. Und es gab einige seltsame Auftritte!!
oooh, Frankreich gibt uns drei Punkte! Merci beaucoup! Womit haben wir das verdient? (Sind die gesamte Pfalz und das Saarland zur Abstimmung ins Elsass gereist?)
…Das Problem ist: Eigentlich erträgt man das alles nur mit Alkohol. Aber dann kann ich nicht mehr ordentlich tippen…
Seven points from the United Kingdom. Thank you ever so much!
Norwegen hat ja eigentlich schon gewonnen, oder?
Huch, wir sind nur noch auf dem viertletzten Platz! Wie ist denn das passiert?
AND THE WINNER IS: NORWAY
(Deutschland ist auf dem sechst-letzten Platz.)
Also, die After-Show-Party erspare ich uns jetzt, ok?
…und weil der Mit-Gucker nicht da ist, bloggt sie nebenher ein bisschen!
Deutschland – Norwegen, Freundschaftsspiel in Düsseldorf
Vor dem Spiel: Ah, Delling und Netzer *freu*. Ich habe vor einiger Zeit mal beim Gewinnspiel eines Verlags mitgemacht. Aufgabe: „Nennen Sie uns den Titel für ein Fußball-Buch, das es noch nicht gibt. Und sagen Sie uns, warum Sie sich das Buch wünschen!“ Meine Antwort damals: „Titel: Delling und Netzer – Best of. Begründung: Die beiden sind so scheiße, dass sie schon wieder gut sind!“ Jahaa, liebe Sportsfreunde, mit solchen Aussagen kann man ein Paket voller Fußball-Bücher gewinnen! Aber mal im Ernst: Ich mag die beiden.
Psst. Nationalhymnen!
(Trinkt eigentlich wirklich irgendjemand Bi.tburger beim Fußballschauen?)
Anpfiff. Adler im Tor? Ich weiß nicht, ob mir das gefällt. Aber ich bin ja auch nur einer von über 80 Mio Bundestrainern… Da hat mein Wort wenig Gewicht.
1. (oder schon 2.?) Minute: Hee! Der Norweger hat geschubst! Ecke für Deutschland. Und gleich noch eine hinterher.
4. Minute: Trochowski schießt grob Richtung Tor. Aber nur seeehr grob…
Hat der Reporter gerade gesagt „jeder darf sich einschalten“? Ja, hallo, das ist ja auch ein Mannschaftssport?!
Ha, fast! Fast ein Tor! Aber halt doch nur fast (Gómez wärs gewesen. Fast.)
12. Minute „Ballack bemüht sich um Ordnung“ sagt der Reporter. Das ist gut. Denn Ordnung ist ja bekanntlich das halbe Leben
15. Minute: Schön gemacht! Und fast hätte Schweinsteiger ein Tor geschossen. Die Norweger stehen einfach zu dicht – und alle auf einem Haufen…
20. Minute: Also, ich will ja nicht unpatriotisch erscheinen… Aber hätte Norwegen nicht gerade einen Elfmeter bekommen müssen?
22. Minute: Ui, das war knapp. Dieses Mal wäre Norwegen fast erfolgreich gewesen…
27. Minute: Boah, geht mir das Geseiere von diesem Reporter auf die Nerven! Aber Ton ausmachen ist ja irgendwie auch keine Lösung…
40. Minute: Ja, ich bin noch da. Aber hier passiert nix. Jedenfalls nix aufregendes und immer nur das Gleiche: Deutschland läuft auf das norwegische Tor zu, dort stehen gefühlte 1.000 Norweger, blocken ab, laufen Richtung deutsches Tor, bekommen unterwegs den Ball abgenommen, Deutschland läuft auf das norwegische Tor zu, dort stehen gefühlte 1.000 Norweger – kommt Euch bekannt vor? Ja, sag ich doch!
Halbzeitpause. Ich geh mir jetzt eine neue Flasche Wasser (!) holen. Oder soll ich mir die zweite Halbzeit schöntrinken? – Tom Buhrow erzählt was von „interessantem Länderspiel“. Ich glaub, der hat die letzten 45 Minuten geschlafenZeitung gelesen nicht zugeguckt. Mist, kein Bier kalt.
2. Halbzeit: Klose, Hinkel und Mertesacker sind nicht mehr dabei. Dafür Beck, Tasci und Helmes.
51. Minute: Freistoß. Ballack schießt. Aber zu hoch.
58. Minute: Ja! Nein! Der Norweger hält!
61. Minute: Deutschland macht jetzt mehr Druck. Aber bei gefühlten 1.000 Norwegern vor dem norwegischen Tor (s.o.) führt das leider nicht zum 1:0.
63. Minute: …im Gegenteil. Der Norweger Grindheim schießt das 0:1
68. Minute: Gómez geht, Kießling kommt. Aber auspfeifen müsste man Gómez jetzt auch nicht unbedingt…
Huch, wo kommt denn der Marin her auf einmal? Stimmt, Frings ist irgendwann rausgegangen. Jetzt geht auch Trochowski – Özil kommt (78. Minute).
Der Reporter faselt was von „Freundschaftsspiel, da will Jogi Löw natürlich ganz bewusst mal ausprobieren…“ – ja, klar, tolle Ausrede für ein Scheißnicht-so-tolles Spiel!
89. Minute: Bei der deutschen Mannschaft bricht hektischer Aktionismus aus. Das hätten sie sich mal früher überlegen sollen…
3 Minuten Nachspielzeit… und: Abpfiff.
Fazit: Es war nicht alles ganz furchtbar, was die deutsche Mannschaft hier gezeigt hat. Aber schöner Fußball sieht anders aus.
Miki liest zurzeit: Pablo Tusset, Im Namen des Schweins
und findet das Buch: sehr beeindruckend - obwohl es am allerwenigsten um das geht, was auf der Rückseite des Buches angekündigt wird... Eine beeindruckende Charakterstudie der Protagonisten, vor allem von T. Mich gruselts, wenn ich daran denke - aber lest es doch einfach selbst :-)