
Fußfreundlich
17. Oktober 2009
…wäre wohl das geeignete Adjektiv, um den diesjährigen Besuch auf der Buchmesse in Frankfurt zu beschreiben (im Gegensatz zum letzten Jahr). Denn so wenig wie dieses Jahr bin ich noch nie gelaufen.
- Um 10 Uhr hatte ich meine erste Verabredung. Wir kannten uns bisher nur per Mail, jetzt lernten wir uns endlich mal „richtig“ kennen. Wir unterhielten uns ganz wunderbar nett, plötzlich waren zwei Stunden vergangen – und wir mussten uns auf den Weg machen, um unsere jeweiligen 12-Uhr-Termine nicht warten zu lassen.
- Also noch mal eine Stunde nette Unterhaltung und noch einen Milchkaffee…
- Dann ein bisschen rumgucken und zum Stand von G+U, wo Teubner die Zubereitung einiger petit fours aus einem Schoko-Buch präsentierte. Versucherle gabs auch und waren der wahre Grund des Besuchs. Denn außer zwei Kaffees hatte mein Magen noch nichts bekommen und inzwischen war es deutlich nach zwei Uhr…
- Dann lief ich in Halle 4.2 zum ersten Fachvortrag, den ich mir anhören wollte. Wieder 45 Minuten rumsitzen. Es ging um medienneutrale Datenerfassung / -haltung und um Prozesse in Redaktionen und Herstellung. Nichts Neues dabei, leider. Machen wir weitgehend schon so, wie es die sogenannten Experten auf der Bühne beschrieben.
- Dann ab in Halle 3.0, wo Wolf Haas interviewt wurde und aus seinem neuen Buch las: „Der Brenner und der liebe Gott“. Ich Streber hatte das Buch natürlich schon gelesen
Wolf Haas liebt man, oder man hasst ihn, denke ich – er hat schon einen sehr eigenwilligen Stil. Ich mag seine Bücher sehr. Aber: Muss man in hysterisches Gekicher ausbrechen, sobald ein Autor mal ein bisschen lustig ist? Scheinbar ja, wenn man 1. weiblich und 2. in einem bestimmten Alter ist. Jedenfalls kriegten sich die Interviewerin und eine Dame rechts von mir bald nicht mehr ein vor Lachen. Peinlich. - Dann wieder zurück in Halle 4.2 zum nächsten Vortrag, Thema: „Interactive Print – Mehrwert für Verlage und Leser“. Spannend. Mir kamen einige Marketing-Ideen, mal sehen, ob sie jemand hören will
Auf dem Weg zum Vortrag erbettelte ich am Stand meines Arbeitgebers noch eine Käsebrezel, ich hatte nämlich echt Hunger. - Nach dem Vortrag schaute ich noch, was die Konkurrenz so macht. Nicht, dass die auf dumme Ideen kommen…
Und dann war es auch schon kurz nach sechs, und wir fuhren nach Frankfurt-Sachsenhausen ins Coq au Vin. Dort beendeten wir den Abend mit einem Vier-Gänge-Menü-mit-Zwischengang (für mich: Foie Gras – Jakobsmuscheln – Kiwisorbet (=Zwischengang) – Kaninchen mit Gorgonzola – Profiterole) und einer Flasche Wein. Sehr lecker. Wenn ihr mal in der Gegend seid: Unbedingt hingehen! (Und unbedingt vorher reservieren!)
Klingt wie ein gelungeren Tag! Hat eigentlich jemand was zu Deinen China-Ansteckern gesagt?
@ Hamburgerin: Nein, obwohl ich sie an meiner Tasche angesteckt hatte. Aber bis zum China-Auftritt bin ich ja leider gar nicht gekommen, weil die Zeit nicht gereicht hat. Schade, angeschaut hätte ich mir die Präsentation schon gerne.