
Fußball für Geburtstagskinder
12. Oktober 2009Präambel zum „Fußball für Feinschmecker“:
Kann hier nachgelesen werden.
Noch eine Vorbemerkung:
Vor etwa zwei Wochen klingelte mein Telefon. Es war der Herr Vater.
Herr Vater: Miki, wegen meines Geburtstags…
ich: Ja, da spielt Deutschland gegen Russland…
Herr Vater: Genau deswegen rufe ich an: Es macht Euch doch nichts aus, wenn wir nebenbei Fußball schauen? Frau мамочка weiß, dass ihr immer passend zum Gegner kocht, und hat sich schon ein russisches Kochbuch gekauft.
Wenn das kein guter Anfang ist![]()
Das Spiel:
Deutschland – Russland (10.10.2009, WM-Qualifikationsspiel)
Das Menü:
Russische Zupftorte (Frage: ist das wirklich was Russisches?), kotlety mit Reis und Paprika, einen водка zum Anpfiff, einen zum Abpfiff und einen pro geschossenem Tor.
Die Bewertung:
Essen: Sehr gut und sehr reichlich.
Spiel: Warum wurde Boateng in der Halbzeit nicht ausgewechselt?! Es war doch mehr als absehbar, dass er noch gelb-rot bekommt?! Warum wird in Unterzahl viel engagierter gespielt – könnte man sich nicht immer so anstrengen? Und: Danke, Herr Adler. Danke, danke, danke. Das war Weltklasse.
Der Endstand:
Ein Tor für Deutschland, kein Tor für Russland, einmal gelb mit später gelb-rot für Deutschland, zweimal gelb für Russland, glücklicherweise nur wenig Tore (mehr als drei водка hätte ich nicht geschafft), Südafrika – wir kommen!
Eigentlich bewundere ich ja Eure Art und Weise der „Gegner bezogenen Ernährung“. Eigentlich deswegen, weil ich persönlich Fußball nicht ausstehen mag und demzufolge dieser Sache auch nicht zugestehen würde, meine Nahrung auch nur ansatzweise zu beeinflussen. Mal abgesehen davon, dass mich die Zubereitung sicherlich ähnlich fordern würde, wie den zu erwartenden Umschaltreflex dauerhaft zu kontrollieren. Doch dazu müsste ich es erst einmal anschalten, doch diese Hemmung habe ich gottlob noch nicht überwunden.
Verzehrt ihr denn beim Spiel, also quasi begleitend, oder im angemessenen zeitlichen Abstand, (vorher-nachher)? Da ist die Präambel etwas dürftig ausgeprägt.
@ ruediger: Das kommt auf die Anpfiff-Zeit und den Hunger an
Gegen Russland war um 17 Uhr Anpfiff, da gab es während des Spiels Kuchen und erst hinterher „richtig“ Essen. Am Mittwoch gegen Finnland geht es um 18 Uhr los, da werde ich wohl während des Spiels essen, da ich ausgehungert aus dem Büro komme
Vielleicht gibts nebenher live-blogging, mal schauen…
Was gibt es denn Finnisches zu essen? Da bin ich ja schon mal sehr gespannt. Für die Fußball-WM empfehle ich http://tinyurl.com/yfgnjdh – 1000 tolle Rezepte aus allen Herren Ländern. Liebe Grüße – Claudia, die gerade bei G wie Griechenland angelangt ist
Live blogging ist so sperrig, dafür wäre twitter schon besser.
@ ruediger
Schleichwerbung?!
@Miki
Zum Thema „Zupfkuchen“. Mit dem Kuchen habe ich die Bekanntschaft erst in der BRD gemacht. Und niemand in meinem großen (sehr großen) Verwandten- und Bekanntenkreis hat je einen gemacht. Ich verstehe auch „Russchisch-Ei“ nicht. Habe drüben noch NIE so etwas gesehen, geschweige gegessen!
Und schließlich, – MIki,

1) 3 Wodkas im gesamten Spiel? Viel zu wenig!
2) Ich hoffe, es war echter russische Wodka?!
3) Reis ist etwas Asiatisches, „echter“ wären Katoffeln in jeglicher Form.
Ich hätte ein Unentschieden gerecht empfunden!!!
@witali
damn, hat sich das mit der Twitter-Kopfprämie doch schon herum gesprochen. Shyce Internet aber auch.
Findest Du Live-Blogging im normalen Blog etwa entspannend? Ich jedenfalls nicht.
@ ruediger
Ich blogge nicht, da mit die Ausdauer und Geduld dafür fehlen. Aber bin ich ein Stammleser/Kommentator bei Miki
Und zwar ein BEGEISTERTER
ehrlich gesagt, ich weiß nicht, wie das Blogging hier oder beim Twitter funktioniert…
@ claudia: Danke für den Tipp! Kommt gleich auf meine Wunschliste – ach nee, was sag ich: in den Einkaufskorb!
@ ruediger: Twitter boykottiere ich (noch?). Es wird schon viel zu viel Sinnloses in die Welt rausposaunt – zum Beispiel in Blogs wie diesem
Aber dann auch noch in 140 Zeichen der Welt mitteilen, dass ich jetzt in der Bahn / auf dem Klo / … sitze, das muss nicht sein.
@ witali: Selbstverständlich war es russischer Wodka. Und drei Mädchen-Portionen sind für mich auch völlig ausreichend. Vor allem dann, wenn man sie auf ex trinkt. Da fehlt mir ein bisschen die Übung
– Dachte ichs mir doch, dass der Zupfkuchen nix mit Russland zu tun hat.
@ all: Weiß jemand, wo der Name herkommt?
jeder so wie er mag.
Und doch ist mir aufgefallen, dass sobald Twitter genannt wird, das wirklich fast immer das Bloggen auf der Toilette als unnütz angeführt wird. Natürlich ist das unnütz und bekloppt, das machen nur Menschen die sonst nichts zu tun haben und ein iPhone besitzen. Warum zu Hölle glauben die Menschen, dass Twitterer automatisch den ganzen Tag auf Toilette sitzen? Hab ich gar keine Zeit, geschweige denn die Muse für. Es gibt schönere Orte. Spaß ist, was man draus macht.
Außerdem ist nichts wirklich sinnlos, alles hat seinen Zweck, irgendwie.
Zupfkuchen vielleicht deswegen, weil die Schokoladenauflage aus dem Teig gezupft und aufgelegt wurde?
@ ruediger: ok, das mit der Toilette war vielleicht doch etwas zu polemisch, ich gebs ja zu
Woher der Namensbestandteil „Zupfkuchen“ kommt, ist quasi selbsterklärend. Aber warum „russisch“??
@Miki
* keiner zupft so schön wie ein Russe?
* der erste Zupfer ein Russe war?
* in Russland immer gezupft wurde und wird?
* weil die Österreicher nicht wollten?
* weil die Deutschen nicht wollten?
* weil kein anderer Name frei war?
@ ruediger
ich stehe wieder mal auf dem Schlauch… bezüglich des letzten Beitrages… Nix verrrstehn, weischdu?
@ witali: Wir rätseln, warum die „Russische Zupftorte“ russische Zupftorte heißt. Das waren ruedigers Erklärungsversuche.
@ all
habe in den letzten paar Stunden versucht, die Geschichte des „Russischen Zupfkuchen“ bzw. „Torte“ herauszufinden. Das einzige, was ich gefunden habe, sind Berichte meherer russischstämmiger Personen, die sich – wie ich – über die Bezeichnungen „Russisch“ wundern. Keiner scheint, die Backwaren in Russland gekannt zu haben.
Dann habe ich eine Seite gefunden, die gleich eine ganze Menge an „russischen“ Gerichten anpreist, oder besser die Rezepte für diese Gerichte. Ich war etstaunt, als ich erfahren habe, dass es u.a. auch noch russische Muffins (auch mit Schokolade), „Russenbretzel“(gut, das habe ich schon mal beim Bäcker gesehen), „russischer Wurstsalat“(für mich war kein Unterschied zum deutschen Wurstsalat ersichtlich), und die Höhe war – „russische Frühlingsrollen“. Also ich weiß nicht, wer sich den Shyce(copyright ruediger) ausgedacht hat, aber „Frühllingsrollen“??? Und Schokolade(Kakao-Pflanze) wächst beim besten Willen nicht in Russland. Also ich wundere mich!!!
Was ich aber vermute, dass die Bezeichnung vom Dr. Oet..er kommt, weil Ganz Internet voll mit Werbung „Russischer Zupfkuchen“ in Zusammenhang mit „Dr. Oet..er“ ist.
@ witali: Wow, danke für die umfangreichen Recherchen! Soll ich mal an den Herrn Dr. Oe schreiben, woher der Name „Russisch“ kommt?
@ Miki
wieso? kennst Du etwa Herrn Dr. Oe…r persönlich? Ich dachte, die Firma heißt zwar so, der selbst hat aber nichts mehr „zu Melden“?
@ witali: …an die Firma würde ich schreiben – mal sehen, was sie antworten (ob sie überhaupt antworten)
@ witali: Habe gestern gelernt, dass es den russischen Zupfkuchen in der DDR schon unter diesem Namen gab. Also kann Herr Dr. O. nicht der Erfinder sein…