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Holterdipolter am Morgen

9. Februar 2010

Einen solchen Wäscheständer sollte man übrigens nie völlig aufgeklappt (also: gerade) auf die Waschmaschine stellen und gegen den darüber angebrachten Boiler lehnen. Das Konstrukt hält genau so lange, wie man braucht, um zu duschen und sich anzuziehen.

Sobald man die Wohnung Richtung Büro bzw. Straßenbahn verlassen möchte, kracht der Wäscheständer herunter.

Naja, dann muss ich wenigstens heute Abend keine Wäsche mehr zusammenlegen – die war nämlich zum Glück schon trocken ;-)

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Hier steht nichts über Mickey Rourke und seine Frauen

4. Februar 2010

Einer der – nicht nur orthographisch – interessanteren Suchbegriffe, mit denen kürzlich jemand auf dieses Blog kam, war „miki rurk und frauen“. Ich habs nachgeprüft: Bei google bin ich damit der vierte und fünfte Treffer. Der Suchende landete bei mir dann auf Fußball-Beiträgen. Ob er da wohl enttäuscht war?

Wahrscheinlich war es der Gleiche, der dann nach „miki rurk neue freundin“ gesucht hat. Holla, da bin ich auf Platz eins. Aber eigentlich geht schon aus dem Auszug, der zum Treffer angezeigt ist, hervor, dass ich nichts über das Liebesleben von Hollywood-Stars schreibe:

Ebenfalls gern gesucht zurzeit: Sushi-Büffel. Noch bin ich der erste Treffer bei google, aber offensichtlich hat noch jemand das Plakat in Berlin gesehen, fotografiert und ins Blog gestellt.

Weitere erwähnenswerte Suchbegriffe: ich bin angepisst, schlafen, bilder von betrunkene frauen im oktoberfest, was ist papierstau, sowas wie liebe foto belichtung

Manchmal wüsste ich gerne, wie viele Leute dann tatsächlich mit dem Suchergebnis zufrieden sind…

So, genug Suchmaschinenoptimierung für heute :-)

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Planlos 2.0

3. Februar 2010

Es gibt Menschen, die haben vom Internet wenig und vom Bloggen gar keine Ahnung. Das ist prinzipiell ok, nicht jeder interessiert sich für die gleichen Dinge. Aber Halbwissen produziert manchmal spannende nervige Diskussionen.

  • Kollege 1 meint völlig entrüstet zu mir, ob ich gesehen hätte, dass im Redaktionsblog Werbung für die Konkurrenz sei?! Ich bin völlig verwirrt, da dort definitiv keine Werbung ist. Nicht mal für unsere eigenen Produkte. Letztendlich stellt sich heraus: In der rechten Spalte des Blogs werden die letzten Kommentare angeteasert. Mit Name des Kommentators, der ggf. verlinkt ist. Da hat nun ein Herr von einem Lohnsteuerhilfeverein einen Kommentar hinterlassen. Da er nicht durch die virtuelle Gegend getrollt war, hatte ich den Kommentar zugelassen. Außerdem – ob ein LStHilfeverein wirklich Konkurrenz für uns ist, sei mal dahingestellt… Der Kollege hatte ganz schlau gemerkt, dass der Name des Kommentarschreibers verlinkt war. Voilà: Werbung für die Konkurrenz.
  • Kollege 2 bedauert, dass er nicht selbst ein neues Thema eröffnen kann. Meine Antwort, es handle sich bei der Seite um einen Blog, nicht um ein Forum, lässt ihn ratlos zurück.
  • Kollegin 3 will im Redaktionsblog – läuft mit wordpress – kommentieren, geht erst mal fröhlich auf “Registrieren” und ärgert sich, dass sie von der IT-Abteilung nach drei Stunden noch immer kein Passwort zugeteilt bekommen hat.

Manchmal ist das Leben echt schwer.

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Montagsfrust, gesammelt

1. Februar 2010

(Fast) jeden Montag stelle ich fest: Montag ist nicht mein Tag. Montagmorgen ist nicht meine Uhrzeit. Kann man die Woche nicht gleich mit dem Dienstag beginnen? Hier also der gesammelte Montagsfrust der letzten paar Wochen:

  • Die Straßenbahn ist brechend voll, außer dicken Jacken und Rucksäcken sind heute noch hundert nasse Regenschirme mit in der Bahn.
  • Ich wundere mich, dass der Kollege C um 11 Uhr noch immer nicht im Büro ist und frage im Sekretariat, ob er sich krank gemeldet hat. Reaktion: „Oh Gott, nicht noch einer mit Schweinegrippe!“ Später stellt sich heraus, dass er „nur“ Urlaub hat.
  • Ein Kunde hat eine Rückfrage zu einem Newsletter, den er abonniert hat. Format: pdf. Er kann im letzten Newsletter die Seite 7 nicht finden. ??? In meiner Datei sind alle Seiten vorhanden, da kann ja schlecht unterwegs was verloren gehen?
  • Ich stehe an der Straßenbahn-Haltestelle und plötzlich fällt mir ein, dass ich vergessen habe, das Fenster im Bad zu schließen. Da ich nicht abends in eine eiskalte Wohnung kommen will, gehe ich zurück. Das Fenster ist natürlich zu… Ich rekonstruiere gedanklich meine Schritte dieses Morgens: Nach dem Duschen war ich in der Küche, legte eine Madarine in meine Tasche, dann zog ich Schuhe, Schal und Mantel an und ging los. Das Fenster habe ich nicht geschlossen. Vielleicht habe ich einen HausWohnungsgeist?
  • Ich habe – wie üblich – nur einen Stehplatz in der Bahn, stehe aber neben einem Einzelsitz und hoffe, dass der dort sitzende Herr bald aussteigt (und ich seinen Platz übernehmen kann). Links von mir steht Frau Dumme-Fresse, rechts Frau Trampel. Als der Herr aufsteht, stürzen beide auf den Sitz zu. Ich will nicht zerquetscht werden und überlasse es den beiden, sich um den Platz zu prügeln streiten. Naja, dann stehe ich halt noch ein bisschen…

… Fortsetzung folgt …

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Die Überraschung des Tages

1. Februar 2010

las ich heute in der BILD-Zeitung. Schon heute Morgen in der Straßenbahn, ich bekam leider nur einen Stehplatz schräg hinter einen BILD-Leser… ;-) Jedenfalls stand dort über Simone Thomalla (jetzt hab ich es auch online gefunden):

(Anklicken führt zum BILD-Artikel)

Nee, echt jetzt? Ich kenne tausende Frauen – mindestens! -, die finden es ganz toll, wenn ihr Partner jedem Rock hinterherschaut. Und Frau Thomalla mag das nicht? Is’ ja komisch…

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Brichst Du auf gen Ithaka*

25. Januar 2010

… aber so weit wollte ich ja gar nicht. Eigentlich wollte ich nur mit Straßenbahn zur Arbeit fahren, so wie jeden Tag. 23 Minuten Fahrzeit. Naja, in Ithaka wäre ich vielleicht schneller angekommen.

6.55 Uhr: Frau Miki steht auf und freut sich über den Schnee, der während der Nacht gefallen ist.

7.28 Uhr: Frau Miki verlässt das Haus und läuft zur Straßenbahn-Haltestelle.

7.30 Uhr: Frau Miki erreicht die Haltestelle und freut sich, dass sie nur drei Minuten auf die Bahn warten muss.

7.35 Uhr: Frau Miki denkt: „Ein paar Minuten Verspätung sind bei dem Wetter ja normal.“

7.42 Uhr: Eine Bahn der Linie 3 fährt in die Haltstelle ein. Dahinter kommt die Linie 1 – sie bringt Frau Miki zur Arbeit. Die Bahn ist natürlich total überfüllt.

7.43 Uhr: Frau Miki stellt fest, dass ihr Handy-Akku leer ist.

7.44 Uhr: Linie 3 und Linie 1 stehen noch im Haltestellenbereich. Frau Miki sieht, dass als nächstes eine 4 kommt und dahinter die nächste 1. Sie spekuliert auf eine weniger volle 1 und wartet.

7.46 Uhr: …und wartet…

7.49 Uhr: …und wartet…

7.50 Uhr: …und wartet…

7.51 Uhr: Die Fahrerin der Linie 3 kommt nach hinten zum Fahrer der Linie 1. Unter den wartenden ÖPNV-Opfern verbreitet sich Unruhe.

7.52 Uhr: Frau Miki lernt neue Schimpfwörter im lokalen Dialekt.

7.54 Uhr: …und wartet…

7.55 Uhr: Bei der Linie 3 ist eine Tür kaputt. Die Passagiere der Linie 3 müssen das Fahrzeug verlassen und gesellen sich zu den Wartenden am Bahnsteig. Frau Miki hat jetzt ungefähr 38 Mal das Wort „Dappschädel“ gehört.

7.56 Uhr: Die Linie 3 – bei der sich wie durch ein Wunder jetzt doch alle Türen schließen ließen – verlässt ohne Passagiere den Bahnsteig.

7.57 Uhr: Die überfüllte Linie 1 fährt aus dem Bahnsteig. Anschließend kommen die 4 und die fast leere 1, in der Frau Miki fast einen Sitzplatz bekommt.

8.01 Uhr: Eine Haltestelle weiter: Ein kleiner Junge Rotzlöffel stellt sich aus Quatsch in die Lichtschranke an der Tür, damit letztere nicht schließt. Frau Miki überlegt, ob man fremde Kinder verprügeln darf. Sie entscheidet sich dafür, etwas für den Weltfrieden zu tun, und lässt es bleiben.

* Das ist übrigens aus dem Gedicht „Ithaka“ von Konstantinos Kavafis und wird in der Werbung total durcheinander und verstümmelt wiedergegeben.

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Familienplanung, fremdbestimmt

20. Januar 2010

Kollegin M meint: “Frau Miki, Sie haben nicht zufällig vor, in nächster Zeit schwanger zu werden? Dann könnten Sie nämlich meinen Beitrag zum Elterngeld gegenlesen…”

Für alle anderen Kollegen: Ich habe auch kein nennenswertes Kapitalvermögen, kein vermietetes Gebäude und keinen Firmenwagen. Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Werbungskosten fallen auch nicht ganz so viele an. :mrgreen: